Labour Relations: Miteinander statt gegeneinander
Herr Winterwerber, warum mussten die Tarifverträge bei E.ON modernisiert werden?
Neue Arbeitsbedingungen hätten auch klassisch verhandelt werden können. Warum haben Sie sich für einen anderen Weg entschieden?
Wie sind Sie konkret vorgegangen?
Neben inhaltlichen Impulsen prägte Mercer den Prozess maßgeblich und stärkte das Stakeholder-Management. Diese professionelle, vertrauensvolle Begleitung war für uns von unschätzbarem Wert – und ist in dieser Form einzigartig im deutschen Beratungsmarkt.
Axel Winterwerber
Was haben Sie erreicht?
In Rekordzeit konnten wir drei politisch bindende Rahmenvereinbarungen für E.ON in Deutschland verabschieden – mit insgesamt 25 attraktiven Mitarbeiterversprechen. Sie gelten einheitlich für alle Mitarbeitenden, unabhängig von ihrem Arbeitsort oder dem jeweils angewendeten Tarifvertrag.
Aktuell überführen wir die Versprechen in tarifliche und betriebliche Regelungen, sodass sie rechtlich wirksam werden und unsere Kolleginnen und Kollegen sie nutzen können. Ein großer Teil ist bereits umgesetzt. Die meisten Angebote stehen ab dem 1. Januar 2026 zur Verfügung, darunter beispielsweise die Familienstartzeit - eine vierwöchige bezahlte Freistellung für Väter und denen gleichgestellte Elternteile bei der Geburt oder Adoption eines Kindes.