Private Markets in Motion
Erfahren Sie, was Asset Manager aus aller Welt über die Zukunft der Private-Debt-Branche denken.
"Private Markets in Motion" ist eine neue Serie von Mercer, die vierteljährlich die wichtigsten Trends und Kapitalflüsse einer bestimmten Anlageklasse aus dem Bereich Private Markets vorstellt. Unser Ziel ist es, die Diskussion über die zukünftige Entwicklung der Private Markets voranzutreiben. Dabei möchten wir die Branche zu einem stärker ausgeprägten und kohärenten Ansatz führen, der klar definierte Ergebnisse für institutionelle Anleger in den Mittelpunkt stellt.
Unser erster Bericht befasst sich mit Private Debt - eine Anlageklasse, die global kontinuierlich wächst. Die Studie fasst die Ansichten von 57 Befragten aus aller Welt mit Assets under Management von mehr als 2 Mrd. USD zusammen. Dabei stehen ihre Erfahrung und Einschätzungen zur derzeitigen Lage des Private-Debt-Markts im Fokus.1.
"Das weltweite Vermögen in Private Debt beläuft sich mittlerweile auf Billionen. Angesichts eines geschätzten Finanzierungsbedarfs von 90 Billionen Dollar allein in den USA in den nächsten zehn Jahren betrachten wir Private Debt als eine immer wichtigere Komponente für institutionelle Portfolios, insbesondere, weil sie sich zu einer zunehmend etablierten und diversifizierten Assetklasse entwickelt.
Wichtigste Studienergebnisse
Private-Debt-Firmen sehen die Wachstumsaussichten für den Private-Debt-Markt nach wie vor positiv und rechnen mit einem anhaltenden Wachstum sowohl bei den General Partners (GPs), die Kapital einsammeln, als auch bei den Limited Partners (LPs), die in diesen Bereich investieren.
Vier von fünf (80%) Private-Debt-Manager erwarten in den nächsten 3 bis 5 Jahren einen Anstieg bei der Anzahl der GPs, die Kapital aufnehmen, während nur 14% einen Rückgang erwarten. Die überwiegende Mehrheit beabsichtigt, an diesem Wachstum zu partizipieren: 77% der befragten Manager planen, in den nächsten 12 Monaten selbst eine neue Private-Debt-Strategie einzuführen.
Mehr als die Hälfte (56%) der Befragten erwartet, dass die durchschnittlichen Verlustraten in den kommenden zwei Jahren um 10 bis 50 Basispunkte steigen werden. Weitere 9% erwarten einen Anstieg um mehr als 50 Basispunkte.
40% der Manager gehen davon aus, dass die Spreads in den nächsten 3 bis 5 Jahren leicht ansteigen werden, wobei sie mit einem Anstieg von 25 bis 75 Basispunkten rechnen, während 2% einen Anstieg von mehr als 75 Basispunkten erwarten.
Gleichzeitig erwartet mehr als die Hälfte (53%) der Private-Debt-Manager, dass die Gebühren auf Fondsebene in den nächsten zwei Jahren sinken werden. Mit Blick auf die Management- und Performancegebühren gaben die Manager an, dass sie einen leichten Rückgang erwarten – entsprechend einem Rückgang von bis zu 25 Basispunkten bei den jährlichen Management-Gebühren und zwischen 0,4 und 2,5 Prozentpunkten beim Carried Interest (Gewinnbeteiligung).
Die Mehrheit (56%) der befragten Asset Manager gab an, dass die Bedingungen für Payment-in-Kind-(PIK)-Finanzierungen im Vergleich zum Vorjahr in etwa unverändert geblieben seien. 42% halten sie jedoch für eine riskantere Option.
Trotz der von den Managern geäußerten Bedenken planen nur 24% der Befragten, ihre Bedingungen für PIK-Finanzierungen zu verschärfen, während 28% die Bedingungen unverändert lassen und 48% diese vorerst überprüfen.