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Kapitaldeckung im DAX 40 auf Rekordniveau 

04 Februar 2026

Erstmals liegt der Deckungsgrad bei über 90 Prozent.

Am 14.01.2026 haben wir unsere aktuelle Schätzung von Pensionsverpflichtungen und zugeordnetem Vermögen in den DAX-Unternehmen veröffentlicht. Die Zahlen haben zu einer hohen Resonanz in der Presse geführt. Ein Überblick.

Die Zahlen

Unsere Schätzung beruht im Wesentlichen auf Marktdaten. Die Geschäftsberichte zum 31.12.2025 liegen noch nicht vor, sodass wir die Zahlen des Vorjahres auf Basis der Kapitalmarktentwicklungen und bereits öffentlich bekannter Informationen fortschreiben. Die Erfahrung zeigt, dass diese Schätzung schon recht genau ist.

Für die Entwicklung der Pensionsverpflichtungen ist die Zinsentwicklung von Bedeutung. Da der Rechnungszins in etwa um 0,8 Prozentpunkte gestiegen ist, ist der Wert der Pensionsverpflichtungen in den IFRS-Abschlüssen der DAX-Unternehmen von 317 Mrd. Euro um ca. 26 Mrd. Euro auf etwa 291 Mrd. Euro gesunken.

Beim Pensionsvermögen gab es dagegen eine gegenläufige Entwicklung. Aufgrund der positiven Entwicklung an den Kapitalmärkten ist das Pensionsvermögen im DAX 40 von 261 Mrd. Euro um ca. 12 Mrd. Euro auf etwa 273 Mrd. Euro gestiegen.

Der Deckungsgrad stieg damit von 83 Prozent auf 93 Prozent an. So hoch lag dieser Wert noch nie.

Die Zahlen sind zwar wesentlich durch die Entwicklung an den Kapitalmärkten geprägt. Insgesamt beobachten wir aber weiterhin einen Trend zur Ausfinanzierung.

Alle Ergebnisse und Bewertungen finden Sie in unserem Beitrag vom 14.01.2026.

Das Presseecho

Der Rekordwert der Ausfinanzierung hat zu einer hohen Resonanz in der Presse geführt.

Pensions Industries hat die Ergebnisse unserer Studie in einem ausführlichen Bericht aufgegriffen. In seinem Beitrag vom 14.01.2026 , „DBO deep, Funding high“, wiederholt Pascal Bazzazi „zwei alte Mantras der Redaktion“. Zum einen betont er, dass „die Schemes der deutschen Großkonzerne […] weiter offenkundig gut gemanagt“ sind. Zum anderen weist er darauf hin, dass die tatsächliche Rentenzahlung unabhängig vom Ausfinanzierungsgrad ist. 

Auch die FAZ greift unsere Zahlen auf. Philipp Krohn überschreibt seinen Beitrag vom 16.01.2026 (nur Print) mit der Einschätzung „Sorgenfreier DAX“ und zitiert Jeffrey Dissmann von Mercer mit der Erläuterung, wie sich der Ausfinanzierungsgrad in den letzten Jahren entwickelt hat.

Geradezu euphorisch leitet Portfolio institutionell das Thema ein. Im Beitrag vom 13.01.2026  schreibt Tobias Bürger zu Beginn: „Steigende Pensionsvermögen und sinkende Pensionsverpflichtungen sind der Stoff, aus dem die Träume der Versicherungsmathematiker sind. Auch Finanzvorstände und Treasurer können jubeln.“

dpn spendiert dem Thema gleich zwei Beiträge. Goran Culjak fasst seinen Beitrag vom 16.01.2026  mit den Worten zusammen: „Steigende Marktzinsen und 7 Prozent Rendite schaffen neue strategische Optionen für Pensionsmanagement der Konzerne“. Im Beitrag vom 23.01.2026 folgt dann ein ausführliches Interview mit meinen Kollegen Dr. André Geilenkothen und Jeffrey Dissmann.

Das Private Banking Magazin berichtet ebenfalls. Sarah-Christin Großmann resümiert in Ihrem Beitrag vom 21.01.2026 , dass „der Liquiditätsbedarf trotz hoher Deckungsgrade zunimmt“.

Auch international stößt die Entwicklung auf Interesse. Luigi Serenelli stellt in seinem Beitrag vom 14.01.2026  auf IPE die wichtigsten Aussagen zusammen und titelt: „DAX pension funding hits record 93% as liabilities shrink“.

Die Entwicklung im DAX stößt weiterhin auf hohes Interesse.
Über den/die Autor:in(nen)
Thomas Hagemann

Chefaktuar, Mercer Deutschland GmbH

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