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Umbruch in der bAV für Führungskräfte
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Umbruch in der betrieblichen Altersversorgung für Führungskräfte

Beitragsorientierung mittlerweile flächendeckend umgesetzt


Germany
Frankfurt, 26 October 2009

 

  • Beitragsorientierte Zusagen vorherrschendes Modell in der Führungskräf-teversorgung
  • Versorgungsniveaus wurden mit Umstellung auf beitragsorientierte Systeme gesenkt
  • Führungskräfte leisten zunehmend Eigenbeiträge zur Vorsorge
  • Variable Vergütung immer häufiger rentenfähig

 

Die betriebliche Altersversorgung als fester Bestandteil der Gesamtvergütung für Führungskräfte ist heute bei den meisten Unternehmen beitragsorientiert gestaltet. Dies zeigt eine neue Studie des Beratungsunternehmens Mercer.


An der Studie, die von Bayer, Bosch und Volkswagen fachlich begleitet wurde, haben sich 16 DAX- sowie 7 ausgewählte Großunternehmen beteiligt. Sie wurden zu ihren aktuellen Versorgungsplänen für Führungskräfte der ersten beiden Ebenen unterhalb des Konzernvorstands befragt.


Die Studie bestätigt einen Trend, der sich bereits im Mercer Executive Pension Survey 2004 abgezeichnet hatte: Der Großteil der Unternehmen hat mittlerweile die Versorgung ihrer Führungskräfte von Leistungszusagen auf beitragsorientierte Zusagen umgestellt. „Diese zeichnen sich durch eine höhere Transparenz für den Mitarbeiter sowie durch eine größere Flexibilität und eine verbesserte Kostenkontrolle durch den Arbeitgeber aus“, sagt Stefan Oecking, Leiter International Retirement Consulting bei Mercer in Deutschland.


Das durchschnittliche Versorgungsniveau beitragsorientierter Versorgungszusagen liegt deutlich unter dem Niveau der Leistungszusagen, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Dies dürfte darauf zurückzuführen sein, dass die Leistungszusagen vor längerer Zeit gestaltet wurden. „Die beitragsorientierten Zusagen sind hingegen jüngeren Datums und spiegeln den allgemeinen Trend zu niedrigeren Versorgungsniveaus wider“, erklärt Stefan Oecking.


Die Hälfte der befragten Unternehmen ermöglicht seinen Führungskräften, sich mit Eigenleistungen am Aufbau der betrieblichen Altersversorgung zu beteiligen, um auf diese Weise eine angemessene Versorgung im Alter sicherzustellen. Bei rund einem Viertel der Unternehmen mit beitragsorientierter Zusage erfolgt dies mithilfe so genannter „Matching“-Systeme, bei denen der Arbeitgeber eine freiwillige Beteiligung des Mitarbeiters durch einen zusätzlichen Arbeitgeberbeitrag ergänzt, d.h. den Beitrag des Mitarbeiters also entsprechend „matched“.


„Der Anteil des Versorgungsniveaus, der von Eigenbeiträgen der Führungskraft getragen wird, ist in einigen Fällen nicht unerheblich. Von einem allgemeinen Trend zu einer Beteiligung der Mitarbeiter an der Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung kann man zu diesem Zeitpunkt aber nicht sprechen. Die Ausrichtung hängt vielmehr von der jeweiligen Unternehmensphilosophie ab“, kommentiert Stefan Oecking.


Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen, die eine beitragsorientierte Zusage gewähren, beziehen variable Vergütungsbestandteile ganz oder teilweise in das beitragsfähige Einkommen ein. Dadurch findet u. a. auch die individuelle Leistung des Einzelnen in der betrieblichen Altersversorgung ihre Berücksichtigung.


„Insgesamt zeigt unsere Studie, dass mit dem Wechsel von Leistungszusagen zu beitragsorientierten Zusagen und dem Einbezug variabler Gehaltsbestandteile ein wichtiger Veränderungsprozess stattgefunden hat“, so das Resumée von Stefan Oecking.

 

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